Tanz der Bässe 2026: 8.000 feiern in Lampertheim

Rund 8.000 Menschen feierten bei hochsommerlichen Temperaturen Tanz der Bässe 2026 in den Biedensand Bädern Lampertheim. Für mich wurde dieser besondere Festivaltag zugleich zum Abschluss einer zehnjährigen fotografischen Reise.

Tanz der Bässe 2026 – 8.000 Menschen, heiße Temperaturen und das Ende einer besonderen Reise

Sommer, Sonne, elektronische Musik und tausende Menschen, die gemeinsam feiern: Auch in diesem Jahr verwandelten sich die Biedensand Bäder in Lampertheim wieder in eine der größten Open-Air-Tanzflächen der Region.

Bereits ab 12 Uhr strömten die ersten Besucherinnen und Besucher auf das Veranstaltungsgelände. Bei hochsommerlichen Temperaturen füllte sich das Areal innerhalb weniger Stunden immer weiter, bis schließlich rund 8.000 Menschen gemeinsam zu treibenden Bässen, elektronischen Klängen und den Sets zahlreicher DJs feierten.

Ob direkt vor der Bühne, entspannt auf den Grünflächen oder mitten in der ausgelassenen Menge – überall war die besondere Atmosphäre zu spüren, für die Tanz der Bässe seit vielen Jahren steht. Menschen kamen zusammen, tanzten, lachten und genossen einen Sommertag, der vielen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Für mich persönlich war diese Ausgabe jedoch mehr als nur ein weiteres Tanz der Bässe.

Sie markierte ein Jubiläum.

Seit 2016 durfte ich die Veranstaltungen von Normal Events fotografisch begleiten. Was damals begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer langen und intensiven Reise. Ob bei Pit Lane, Tanz der Bässe, Tanz der Bässe – Back to the Roots oder Fischerliebe: Meine Kamera und ich waren dabei.

Zehn Jahre lang durfte ich unzählige besondere Momente festhalten.

Ich stand vor und hinter den Bühnen, lernte viele großartige DJs kennen und durfte Künstlerinnen und Künstler fotografieren, deren Musik tausende Menschen miteinander verbunden hat. Ebenso durfte ich unzählige Gäste kennenlernen, viele von ihnen über Jahre hinweg immer wieder vor meiner Kamera begrüßen und miterleben, wie aus kurzen Begegnungen Vertrautheit entstand.

Ich war gerne Teil dieser Veranstaltungen.

Sehr gerne sogar.

Der Satz „I Love TDB“ war für mich niemals nur ein Werbeslogan. Er beschrieb vielmehr genau das Gefühl, das diese Veranstaltung lange Zeit in mir ausgelöst hat.

Ich liebte Tanz der Bässe.

Ich liebte die besondere Atmosphäre, die Musik, die Menschen und dieses familiäre Gefühl, das die Veranstaltung über viele Jahre hinweg geprägt hat. Ich war gerne vor Ort, war gerne mittendrin und habe Tanz der Bässe nicht nur am Veranstaltungstag begleitet.

Auch nach den Events ging die Arbeit weiter. Tausende Bilder mussten gesichtet, bearbeitet und veröffentlicht werden. Über soziale Medien wurde berichtet, geteilt und immer wieder auf kommende Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Von einer Ausgabe bis zur nächsten blieb Tanz der Bässe präsent.

Nicht, weil es eine Verpflichtung war.

Sondern weil ich überzeugt davon war und die Veranstaltung gerne unterstützt habe.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit.

Zehn Jahre voller Bilder, Musik, Begegnungen, Erinnerungen und Geschichten.

Doch manchmal kommt der Moment, an dem man erkennt, dass sich Wege verändern. Nicht immer geschieht das durch ein einzelnes Ereignis. Manchmal ist es die Summe vieler kleiner Eindrücke, die deutlich macht, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist.

Nach diesem Jubiläum ist für mich die Entscheidung gereift, meine Tätigkeit als Fotograf für Tanz der Bässe und die damit verbundenen Veranstaltungen zu beenden.

Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht.

Gerade weil so viele Erinnerungen, so viele besondere Menschen und ein großer Teil meiner fotografischen Geschichte mit diesen Veranstaltungen verbunden sind.

Doch Zusammenarbeit lebt nicht nur von Verlässlichkeit und Loyalität. Sie lebt auch von gegenseitiger Anerkennung, Respekt, Vertrauen und dem Gefühl, nach vielen gemeinsamen Jahren weiterhin als Teil des Ganzen wahrgenommen zu werden.

Wenn dieses Gefühl verloren geht, darf man sich irgendwann die Frage stellen, ob es nicht an der Zeit ist, einen würdevollen Schlusspunkt zu setzen.

Und genau dieser Zeitpunkt ist für mich nun gekommen.

Ich gehe nicht mit Wut.

Ich gehe mit vielen Erinnerungen.

Mit Bildern von tausenden lachenden und tanzenden Menschen. Mit Erinnerungen an besondere Begegnungen hinter den Bühnen. Mit Momenten, die nur Sekunden dauerten und durch meine Kamera dennoch für immer festgehalten wurden.

Mein größter Dank gilt den vielen Gästen, die mich über all die Jahre begleitet haben.

Danke für euer Vertrauen.

Danke für jedes Lächeln in die Kamera.

Danke für die vielen Gespräche, Begegnungen und gemeinsamen Erinnerungen.

Danke an all die Menschen, die mich wiedererkannt, begrüßt und mir das Gefühl gegeben haben, ein fester Bestandteil dieser Veranstaltungen zu sein.

Ebenso möchte ich mich bei allen DJs, Künstlerinnen und Künstlern bedanken, die ich in den vergangenen zehn Jahren fotografieren und teilweise auch persönlich kennenlernen durfte.

Es war mir eine große Freude und eine besondere Ehre, eure Auftritte, eure Energie und die Verbindung zwischen euch und dem Publikum in Bildern festhalten zu dürfen.

Mein Dank gilt auch allen Menschen, mit denen ich innerhalb dieser zehn Jahre zusammenarbeiten durfte und die diesen Weg auf ihre Weise begleitet haben.

Zehn Jahre Zusammenarbeit sind keine Selbstverständlichkeit.

Und zehn Jahre bleiben nicht ohne Bedeutung.

Eigentlich sollte dieses Jubiläum für mich ein besonders schöner Abschluss eines weiteren erfolgreichen Veranstaltungstages werden. Stattdessen wurde es zu einem Tag, an dem mir bewusst wurde, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, loszulassen.

Vielleicht ist genau das am Ende die wichtigste Erkenntnis:

Manchmal bedeutet Loyalität auch, lange zu bleiben.

Und manchmal bedeutet Selbstachtung, zu wissen, wann man gehen muss.

Tanz der Bässe wird immer ein Teil meiner Geschichte bleiben.

„I Love TDB“ war für mich niemals nur ein Satz.

Es war viele Jahre lang ein echtes Gefühl.

Danke für zehn Jahre.

Danke für die Musik.

Danke für die Erinnerungen.

Danke für all die Menschen vor meiner Kamera.

Und danke für eine Zeit, die ich trotz allem niemals vergessen werde.

Euer Fotograf Dannie

 

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